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Sextoys: Materialien einfach erklärt

Das Material entscheidet bei einem Toy über Hygiene, Haltbarkeit und Verträglichkeit. Hier erfährst du, was die gängigen Materialien können, wo ihre Schwächen liegen und warum „porös“ ein wichtiges Stichwort ist.

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Glatt = leichter sauber

Nicht poröse Materialien lassen sich gründlich reinigen.

Poröses mit Vorsicht

Weiche Kunststoffe können Keime und Gerüche aufnehmen.

Angaben prüfen

Gute Hersteller nennen das Material klar und ehrlich.

Was bedeutet „porös“?

Poröse Materialien haben winzige Hohlräume, in denen sich Flüssigkeiten, Keime und Gerüche festsetzen können, auch wenn die Oberfläche glatt aussieht. Solche Toys lassen sich nie ganz keimfrei bekommen. Nicht poröse Materialien haben eine geschlossene Oberfläche und lassen sich zuverlässiger reinigen.

Nicht poröse Materialien (gute Wahl)

  • Medizinisches/körperverträgliches Silikon: weich, flexibel, angenehm in der Hand und gut zu reinigen. Achtung bei Kombination mit silikonbasiertem Gleitmittel, das die Oberfläche angreifen kann.
  • Borosilikatglas: glatt, hygienisch, lässt sich warm oder kühl nutzen. Vor jeder Benutzung auf Risse oder Absplitterungen prüfen, bei Beschädigung nicht mehr verwenden.
  • Edelstahl: schwer, glatt, sehr langlebig und leicht zu reinigen. Auch zum Temperieren geeignet.
  • ABS-Kunststoff: hart und glatt, oft bei Vibratoren als Gehäuse. Hygienisch, aber unelastisch.
  • Keramik (glasiert): selten, aber hygienisch. Auf Risse achten.

Poröse Materialien (mit Vorsicht)

  • TPE/TPR, „Jelly“, Cyberskin und ähnliche weiche Mischmaterialien: fühlen sich sehr weich und hautähnlich an, sind aber porös und nicht kochbar.
  • PVC: kann Weichmacher enthalten. Auf Angaben wie „phthalatfrei“ achten.
  • Latex: Allergiegefahr, und manche Gleitmittel greifen das Material an.

Wenn du ein poröses Toy nutzt, verwende immer ein passendes Kondom darüber, teile es nicht und ersetze es früher. Wer sich unsicher ist, wählt Silikon, Glas oder Edelstahl.

Was „körperverträglich“ und „phthalatfrei“ bedeuten

„Körperverträglich“ ist kein geschützter Begriff, sondern eine Herstellerangabe. Sie ist ein Indiz, kein Beweis. Phthalate sind Weichmacher, die in manchen Kunststoffen vorkommen und bei Schleimhautkontakt unerwünscht sind. Seriöse Hersteller geben an, ob ihr Material frei davon ist. Fehlt jede Angabe zum Material, ist das ein schlechtes Zeichen.

Woran du schlechtes Material erkennst

  • starker, chemischer oder süßlicher Geruch, der nicht verfliegt
  • klebrige oder schmierige Oberfläche, auch wenn das Toy neu ist
  • Verfärbungen, Risse oder Blasen nach kurzer Nutzung
  • keine Angabe zu Material oder Hersteller

Hinweis: Dieser Ratgeber gibt allgemeine Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Schmerzen, Blutungen, Entzündungen oder anhaltenden Beschwerden bitte ärztlichen Rat einholen.

Häufig gestellte Fragen

Körperverträgliches Silikon ist eine gute Wahl: weich, hygienisch und gut zu reinigen. Glas und Edelstahl sind ebenfalls sehr hygienisch, aber härter.

Die Oberfläche lässt sich reinigen, die Poren aber nicht zuverlässig. Deshalb: Kondom nutzen, nicht teilen und bei Geruch oder Klebrigkeit ersetzen.

Meist durch silikonbasiertes Gleitmittel oder den Kontakt mit anderen Materialien in der Aufbewahrung. Wasserbasierte Gleitmittel und getrennte Lagerung vermeiden das.

Gutes Borosilikatglas ist robust, kann aber bei Stürzen splittern. Vor jeder Benutzung prüfen, ob es Risse oder kleine Absplitterungen gibt.

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